1991 In Kurdistan / West-Iran

Als technischer Supervisor und Koordinator ging es um die Abnahme von einigen hundert Shelters. Defacto standen jedoch zum Zeitpunkt unserer Ankunft nur die Muster-Shelters. Es galt also alles zu veranlassen, damit die Häuschen für die irakisch-kurdischen Flüchtlinge gebaut wurden.

Die Maßnahmen unseres dreiköpfigen Teams beinhalteten u.a. das Verständigen der UNHCR-Verantwortlichen über die Nichtleistung des beauftragten und bereits bezahlten iranischen Unternehmers, das Flottmachen von dessen Baumaschinen sowie eine ausgeklügelte Abladelogistik aller aus der Türkei gelieferten Bauteile direkt an alle Aufbauorte. Und es funktionierte: Am Ende des fünfwöchigen Einsatzes standen immerhin ca. 300 der Shelters im Flüchtlingslager Tazeh-Abad nahe der irakischen Grenze. Sie boten eine Behausung für ca. 3.000 Flüchtlinge vor dem herannahenden Winter, der dort im Hochland sehr kalt werden kann.

Parallel dazu errichtete eine weitere THW-Einheit in Rekordzeit eine entsprechende Wasserversorgung für das Flüchtlingslager.

Neben dieser Tätigkeit kam ich besuchsweise auch in andere Flüchtlingslager in Kurdistan, nach Bakhtaran, Kermānschāh sowie in die Hauptstadt Teheran. Dort wurden wir zum Abschluss des Einsatzes in der deutschen Botschaft zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen.

Auf der Heimreise mit Emirates waren uns 2 Tage Aufenthalt in Dubai vergönnt. Ich nutzte dies für einen kurzen Besuch des Funkfreundes Sheik Saeed Almaktoum. Siehe hier unter 1991 A61AD. Während des Aufenthaltes im Iran war mein Hobby Amateurfunk leider streng untersagt. Die Kontaktaufnahme zu einem Teheraner Funkfreund per Brief schlug leider fehl.

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